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Stromanbieter kündigen - aber wie?

Wenn Sie sich entschlossen haben, einen neuen Stromanbieter zu wählen, stellt sich sofort die Frage: Wie kündige ich meinen aktuellen Stromvertrag? Hier gibt es eine Menge Dinge zu beachten, damit alles reibungslos klappt. Wenn Sie aber unsere Tipps beherzigen, dann geht beim Kündigen Ihres Stromvertrags garantiert nichts schief.

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Laufzeit und Kündigungsfrist beachten beim Stromvertrag kündigen


Schnell! Können Sie uns ohne nachzusehen sagen, wann Ihr Stromvertrag ausläuft? Nein? Da geht es Ihnen wie den meisten Kunden. Haben Sie noch nie den Energielieferanten gewechselt und auch nach Ihrem Einzug keinen anderweitigen Vertrag mit Ihrem Netzbetreiber geschlossen, dann gilt in der Regel eine vierwöchige Kündigungsfrist zum Monatsende.

Sie haben bereits einen neuen Stromvertrag mit Ihrem Netzbetreiber oder einem anderen Stromversorger abgeschlossen? Dann richtet sich die Vertragslaufzeit und demzufolge auch die Kündigungsfrist nach Ihrem derzeit gültigen Stromvertrag. Generell gilt: Kündigen dürfen Sie jederzeit, auch ganz am Anfang der Vertragslaufzeit, der Vertrag endet dann nach der Mindestlaufzeit und verlängert sich nicht aus Versehen. Warten Sie deswegen auch nicht zu lange mit der Kündigung Ihres Stromvertrages, denn dafür gibt es keinen Grund.

Unser Tipp: Nutzen Sie doch einfach die Erinnerungsfunktion in Ihrem Smartphone, Tablet oder Notebook und tragen den spätesten Kündigungstermin direkt ein. Lassen Sie sich zwei Wochen vorher an die verstreichende Frist erinnern, kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Viele Wege führen zur Kündigung Ihres Stromvertrages


Variante 1: Sie kündigen Ihren Stromvertrag selber

Wollen oder müssen (dazu gleich mehr) Sie die Auflösung des Vertragsverhältnisses selber vornehmen, dann brauchen Sie ein paar Daten und sollten wissen, auf was es ankommt. Normalerweise übernimmt Ihr neuer Anbieter alles Notwendige gerne für Sie. Ist die Kündigungsfrist allerdings schon so nahe gerückt, dass der neue Stromversorger sie unter Umständen nicht mehr einhalten könnte, nehmen Sie die Kündigung des Stromvertrages selber vor - denn es geht schlicht schneller.

Hat Ihr bisheriger Stromanbieter seine Preise erhöht, so steht Ihnen ein Sonderkündigungsrecht zu. Auf dieses muss Ihr Stromlieferant im Falle einer Preiserhöhung auch explizit hinweisen. Wollen Sie dieses Sonderkündigungsrecht nutzen, dann müssen Sie ebenfalls selber die Kündigung in die Hand nehmen - denn auf ein Sonderkündigungsrecht darf sich ein zukünftiger Stromversorger natürlich nicht berufen.

Für eine Kündigung sollten Sie Ihre Kundennummer, die Vertragsnummer sowie Ihre Stromzählernummer auf jeden Fall parat haben und im Kündigungsschreiben nennen. Bitten Sie in Ihrem Kündigungsschreiben explizit um eine schriftliche Kündigungsbestätigung.

Sie können kündigen per

  • Post
  • Fax
  • E-Mail

Jede dieser schriftlichen Kündigungen ist rechtlich bindend und gültig. Je nach Versandart müssen Sie aber andere Dinge beachten. Das aus heutiger Sicht etwas altmodisch wirkende Fax hat den Vorteil, dass Sie in Form des Sendeberichtes einen Nachweis über die erfolgreiche Zustellung des Schriftstückes in Händen halten. Das ist bei einer E-Mail ebenso schwierig wie bei einer normalen Postsendung. Bei letzterer empfiehlt es sich, die Kündigung als Einschreiben zu versenden. Auch dann haben Sie zumindest einen Einlieferungsbeleg und die Sendung gilt im Falle eines normalen Einwurfeinschreibens als zugestellt, wenn der Postzusteller sie in den Briefkasten des Empfängers wirft.

Von einer telefonischen Kündigung oder einem persönlichen Gang in die Filiale Ihrer Stadtwerke oder Ihres aktuellen Energieanbieters können wir nur abraten - Sie haben im Anschluss keinerlei Beleg mehr über Ihren Kündigungswunsch. Wird dieser ignoriert, droht ein weiteres teures Jahr (je nach Vertragsgestaltung) beim alten Versorger.

Unser Tipp: Haben Sie zwei Wochen nach Versand Ihrer Kündigung noch nichts von Ihrem bisherigen Stromlieferanten gehört, haken Sie am besten telefonisch oder mit einem weiteren Schreiben nach. Denn eine schriftliche Kündigungsbestätigung, die auch den letzten Liefertag nennt, sollten Sie in jedem Fall von Ihrem bisherigen Stromversorger erhalten.

Variante 2: Sie lassen Ihren Stromvertrag kündigen

Viele Energieversorger bieten den Service der Kündigung mittlerweile an. Damit übertragen Sie dem neuen Stromanbieter das Recht, in Ihrem Namen das bisherige Vertragsverhältnis zu beenden. Nutzen Sie diese Dienstleistung ruhig - sie macht den Wechselvorgang deutlich komfortabler. Heutzutage müssen Sie Ihren Stromvertrag in der Regel nicht mehr selber kündigen.

Was passiert nach der Kündigung?


Um Ihnen eine Abschlussrechnung zu stellen, wird der bisherige Stromversorger Sie in der Regel bitten, den aktuellen Zählerstand abzulesen und mitzuteilen. Gehen Sie hier gewissenhaft vor und nennen die gewünschten Daten. Denn wenn Sie dieser Aufforderung nicht nachkommen, hat der ehemalige Stromanbieter das Recht, den Verbrauch zu schätzen. Dass er dabei keinen sinkenden Stromverbrauch annimmt, leuchtet ein. Sparen Sie sich also den Ärger und machen sich auf zum Stromzähler. So beenden Sie das Vertragsverhältnis sauber und ohne Verdruss.